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Einführung

Zum Leben zu wenig

Buttercreme statt Greeßmealstaat

Hartes Brot

Gehörige Portionen

Fast Food in aller Munde

Henkelmann und Kaffeebecher

Aus dem Weckglas

Hungersnot!

Frische Fische

Reich gedeckter Tisch

Süßes im Überfluss

Eäpele, Grumpere, Tuffele

Schnelles aus der Truhe

Fahrplan und Speiseplan

Von allem das Beste

Kein Spuntes für Schockeleschnall

Auch Kochen will gelernt sein

"Hoss dua Schokelaad für mech?"

Die neue Eis-Zeit

Stärkung am Feldrand






Aus dem Weckglas
Käthe Schnichels, Rentnerin
Ripsdorf, 13. Dezember 1967








„Ja, bei den jungen Leuten, da muss ja immer alles schnell, schnell gehen, die haben für nichts mehr Zeit. Die können froh sein, dass sie mich noch haben. Keiner kann so gut einwec­ken wie ich. Ich mach' es noch so, wie ich es bei meiner Mutter gelernt hab'. Da macht mir keiner was vor! Mir kommen keine gekauften Konserven auf den Tisch! Das Geld kann man doch sparen. Schließlich haben wir ja einen großen Garten, da wächst alles, was man braucht. Mein selbstgemachtes Sauerkraut, das sollten Sie mal probieren, da geht nichts drüber. Schnittbohnen, schön mit geräuchertem Speck, da bleibt nichts auf dem Teller übrig. Ich wohn' ja jetzt bei meiner Ältesten und ihren fünf Kindern in Ripsdorf, seit mein Mann tot ist. Aber mein Eingewecktes essen alle gern. Und für etwas will ich ja auch noch nütze sein."